An alle neuen Schuli-Mamas!

Das ist für euch!





Mir war es ein sehr großes Bedürfnis diesen Blog Beitrag zu schreiben, denn ich weiß wie herausfordernd es ist für Kinder und für Mütter wenn das Kind in die Schule kommt.


So viele neue Eindrücke, neue Gesichter neue Menschen mit denen man sich auseinandersetzen muss, auch wenn man diese überhaupt nicht mag. So viele Dinge die einem höllische Angst machen können. Nicht nur dem Kind sondern auch der Mutter.





Lass mich von vorne rein sagen ich bin keine der Mütter die einfach alles hinnimmt was so in der Schule geschieht. Ich bin auch eine Mama die dieses Schulsystem hier in Deutschland absolut nicht feiert. Zu viele essenzielle Themen die das Leben betreffen werden in unserem System nicht bearbeitet. Auch das so genannte Bedürfnisorientierte lehren kommt hier absolut zu kurz. Kinder die Probleme haben fallen meist total hinten durch, nicht weil die Lehrer gemein und böse, sondern einfach weil der Klassenverband zu oft zu groß ist, und die Lehrkräfte absolut überfordert sind


Ich bin selber jemand gewesen der aus diesem Schulsystem heraus gefallen ist, da es mir sehr schwer fiel mich in dieses System einzugliedern. Außerdem hatte ich ein ganz schönes Päckchen während der Pubertät zu tragen, aber das ist ein anderes Thema und nun wieder zurück zu euch neuen Schuli Mamas.


Die Kindergartenzeit ist nun offiziell vorbei. Das ständige spielen, das andauernde beachtet werden der Erzieher hat nun ein Ende, und wie man so schön sagt es beginnt der Ernst des Lebens.

 


Als ich 2019 meine große Mia eingeschult habe wusste ich nicht wie schwer es werden kann. Mia ist als einzige ihrer Kindergartenclique auf die andere Schule in unserem Stadtteil gekommen. Morgendliches sich am Laternenpfosten festhalten und durch die ganze Straße zu schreien war in der ersten zeit unser täglicher Begleiter. Das habe ich mir für sie definitiv anders vorgestellt.

Am Anfang kann es durch die neue Situation öfters mal zu kleinen Nervenzusammenbruch chen oder Wutanfällen der Kinder kommen. Wie sollen sie jemals lernen zu lesen oder zu schreiben, für die Kinder fühlt sich das alles noch so fern an. Das Gute, wenn man noch so jung ist, ist dass man sich eine neue Situation in der Regel sehr schnell anpassen kann.

Bei Marko, der mit Asperger lebt, kann es natürlich etwas länger dauern. Dies war auch ein Bedenken, dass ich immer noch habe, und hoffe dass ich für ihn keine Privatschule finden muss. Ich hoffe einfach, da wir jetzt auf einer kleineren Schule sind, dass er dort gut betreut ist.


Dies hatte natürlich etwas damit zu tun, dass sie Angst hatte keine Freunde in der Klasse zu finden. Was ich natürlich in den nächsten Jahren komplett geändert hat und sie ganz ganz tolle Mädchen an ihrer Seite hat, auch jetzt noch nach dem Umzug.

Für viele Kinder ist das Freundeding ein riesengroßes Thema das sie am meisten beschäftigt. Das viele gute Zureden bringt in der Situation nicht wirklich was, doch ich finde man sollte es immer wieder versuchen und die Kinder bestärken.

Erzählt ihnen aus eurer Schulzeit, oder von einer neuen Arbeitsstelle an der ihr auch noch niemanden gekannt hattet. Die Kids werden sich das merken, auch wenn sie als erstes mit Frustration und Widerstand gegen eure Worte ankämpfen.

Früher oder später werden die Mädels und Jungs ihren Platz im Klassenverband haben, und dann sind die anfänglichen Schwierigkeiten und Ängste ganz schnell vergessen.


Ein weiteres Thema aus meiner Erfahrung, und da bin ich wieder beim Thema unseres Schulsystem, ist der Leistungs- und Konkurrenzdruck der einfach von Anfang an von den Schulen vermittelt wird. Anstatt das Spaß am Lernen vermittelt wird, wird der Fokus auf Fehler gelegt. Anstatt jeden Fehler zu feiern, und das solltet ihr zu Hause als Mama übernehmen, werden Fehler radikal mit dem Rotstift angemalt und nicht als ein Mittel zum lernen angesehen. Fehler sind etwas tolles, einen Fehler den man gemacht hat und weiß das man ihn gemacht hat, macht man so schnell nicht wieder ergo man hat auch sein Fehlern gelernt.

Bringt euren Kinder von Anfang an bei das Fehler kein Zeichen des Versagens sind. Sie sind ein Schritt des Lernprozesses. Niemand ist perfekt! Kein Mensch macht keine Fehler, denn wie schon gesagt Fehler gehören zu unserem Leben dazu und sind etwas ganz wichtiges.



Das morgendliche aufstehen, das Anziehen, Zähneputzen und der Weg in die Schule können vor allem in den Wintermonaten echt anstrengend werden. Jeder ist in einer Art Winterschlaf und möchte morgens nicht aus dem warmen Bett aufstehen. Man kann sich die Morgenroutine einfacher gestalten indem man sich abends schon alles bereit legt was man bereitlegen kann. Zum Beispiel die Klamotten, die Brotdosen und Trinkflaschen schon vorbereiten, natürlich auch schauen dass wirklich alles im Schulranzen ist was man braucht. So kann man einiges an Stress morgens schon rausnehmen und eventuell auch ein paar Minuten länger schlafen oder im Bett kuscheln.




Wer Zeit hat und näher am Geschehen sein, mehr Kontakt mit dem Lehrer haben oder auf den Schulalltag einen gewissen Einfluss haben möchte der sollte sich in den Elternbeirat wählen lassen. Aber denk daran das ist schon eine etwas größere Aufgabe je nach Eltern in der Klasse. Ich war bei Mia selber die ersten zwei Jahre Elternbeirat, eine Teils sehr undankbare Aufgabe. Bin aber am überlegen ob ich mich jetzt bei Marko wieder aufstellen lasse, einfach um am Anfang etwas mehr Bezug zur Lehrerin, zu den Eltern und der Schule zu bekommen.


Meist beginnt es jetzt schon, oder hat im Kindergarten schon so begonnen, dass auf die Frage wies denn heute war ein "gut" kommt.

Fragt eure Kinder genau wie der Tag war, Mit wem hast du heute gespielt? Neben wem hast du gesessen? Was war denn heute nicht so toll? Und das ganz wichtige sag mal wie viel Fehler hast du denn heute gemacht aus denen du gelernt hast?

So können die Kids nicht einfach ausweichen, und man kann als Mama schneller eingreifen, wenn etwas nicht so läuft wie es soll.

 

Hausaufgaben.. Joa, ihr werdet es schnell merken. Der Frust, nach der Schule nicht direkt sein Lieblingstätigkeiten nachgehen zu können, wird schnell kommen. Wir haben einen festen Ablauf, wenn die Kids nach Hause komme gibt es essen (ich habe das Privileg zu Hause zu sein wenn meine Kinder von der Schule kommen), danach werden die Hausaufgaben gemacht einfach das wir dann den Rest des Tages frei haben. Die Hausaufgaben mit den Kindern zu machen wird einen viel Nerven kosten und grau Haare machen. Ich rate, vor allem als Lerncoach, jedem dazu, wenn es Probleme in der Schule gibt, sich eine dritte Person dazu zu holen, da man mit den Kindern natürlich auch noch gerne länger unter einem Dach leben möchte.

Schafft eurem Kind einen Lernplatz, besorgt euch ätherische Öle die den Kindern helfen sich zu konzentrieren, Kristalle, wie zum Beispiel einen Bergkristall der eine ruhige Umgebung schafft, vielleicht baut ihr auch eine kleine Achtsamkeits- oder Entspannungsübung ein bevor man sich an die Hausaufgaben setzt.

Die sind am Anfang natürlich nicht so ausschweifend wie bei Mia in der vierten Klasse aber wenn man früh genug anfängt die Hausaufgaben schön zu gestalten wird es später einfacher.


Ein letztes eher leidiges Thema sind Konflikte, auch die treten am Anfang eher selten auf, aber über die Schulzeit werden sie sich häufen. Konflikte mit Schülern, aus meiner Erfahrung, konnten Lehrer immer sehr gut selber regeln. Ich musste mich selten einmischen beziehungsweise bis heute nie einmischen.

Wo ich mich aber einmischen, wenn es um einen Lehrer geht. Ich nehme die Sorgen meiner Kinder war, erkläre ihnen dass sie als aller erstes selber mit den Lehrern sprechen sollen, wenn dies nicht hilft dann wende ich mich an die Lehrer.

In der bisherigen Schule in Frankfurt habe ich allerdings die Erfahrung gemacht dass Schulleitung und Lehrer immer zueinander stehen, egal um welches Problem es sich handelt. Trotzdem muss man zeigen dass man als Mutter dahinter ist, dass sein Kind weder ungerecht behandelt oder gemobbt wird. Es kann sein dass man dadurch aneckt, war mir nur immer ziemlich egal da ich grundsätzlich weiß warum ich etwas tue.

 

Es wird immer gute und schlechte Tage geben, bis jetzt haben die guten Tage immer überwogen. Anfängliche Schwierigkeiten kann man mit den richtigen Kniffe, wie dem Kind zuhören, im Vertrauen schenken, seine Gefühle wahrnehmen und akzeptieren, einer täglichen Routine die auch für die Eltern besonders wichtig ist sowie viel entspannenden, stressabbauen außerschulischen Aktivitäten gut in den Griff bekommen.


Sammelt zusammen als Familie neue Erfahrungen und findet Wege wie ihr Probleme meistern könnt. Die Schule ist kein Ponyhof, wir müssen zu Hause heutzutage sehr viel abfangen. Wenn einem das nicht mehr gelingt, holt euch die Hilfe bei Oma, Opa, Onkel, Tante, Freunden oder bei wem auch immer.


Wir können jetzt auch wieder froh sein, oder hoffen dass die C-Zeit vorbei ist und der Schulalltag wieder normal bestritten werden kann. Ich bin eigentlich ein großer Verfechter des Homeschoolings und hatte Mia deshalb unter anderem auch lange zu Hause. Leider funktioniert das hier in Deutschland nicht so wie es in anderen Ländern funktioniert und es ist auch total Kindabhängig.


Am Ende zählt, dass ihr für eure Kinder da seid, für sie kämpft, für Sie einsteht und versucht ihnen zu vermitteln das lernen Spaß macht und eine Freude ist. Am Ende des Lebens zählen keine Noten die man in der Grundschule oder in der achten Klasse hatte. Es zählen die schönen Momente und Erinnerungen die man sich von klein auf geschaffen hat.




In diesem Sinne wünsche ich allen Mamas und Kindern einen wunderschönen Schulstart und natürlich eine tolle, angenehme, freudebringende Schulzeit!!!!



Fühlt euch alle gedrückt und bis nächste Woche.


Eure Susi

Ganzheitlich Mama









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